Pfefferoni, Peperoni oder Chili einlegen – ein Rezept, viele Namen
Je nachdem, wo du herkommst, suchst du für dieses Rezept vermutlich nach einem anderen Wort. Bei uns in Österreich heißt das Ergebnis meist "eingelegte Pfefferoni" – ein Begriff, der sowohl milde als auch scharfe Sorten umfasst und in Österreich sogar gebräuchlicher ist als "Peperoni". In Deutschland ist dagegen "Peperoni einlegen" der dominierende Suchbegriff, während der Ausdruck "eingelegte Chilis" länderübergreifend funktioniert. Botanisch und technisch ist das Ergebnis dasselbe: fest eingelegte Chilischoten in einer Essiglake, egal wie du sie nennst.
Ein kleiner Stolperstein am Rande: "Peperoni" wird nicht nur für die Pflanze bzw. das eingelegte Gemüse verwendet, sondern in Deutschland umgangssprachlich auch für den scharfen Wurst-Pizzabelag – wenn du also online nach "Peperoni" suchst, landest du gelegentlich auch bei ganz anderen Ergebnissen. Wer in den USA eine Peperoni Pizza bestellt, bekommt ebenfalls eine Salami-Pizza. Für welchen Begriff du dich in diesem Rezept auch entscheidest, das Vorgehen hier bleibt gleich.
Welche Chilis eignen sich?
Jalapeños, milde Peperoni und andere feste, fleischige Sorten bleiben besonders angenehm im Biss. Auch sehr scharfe Chilis kannst du einlegen, allerdings verteilt sich ihre Schärfe dann in der gesamten Lake. Misch die Sorten also nicht einfach unbedacht durcheinander.
Basiszutaten für ein 750-ml-Glas
- etwa 400 g feste Chilis
- 400 ml Haushaltsessig mit mindestens 5 % Säure. Probiers gerne auch mit Apfelessig oder Rotweinessig für mehr Optionen
- 250 ml Wasser
- 15 g Salz
- 10–20 g Zucker nach Geschmack
- optional trockene Gewürze wie Senfsaat oder Pfefferkörner
Glas und Chilis vorbereiten
- Glas und Deckel gründlich reinigen und mit heißem Wasser ausspülen.
- Chilis waschen und trocknen.
- Handschuhe anziehen und die Früchte in Ringe schneiden oder kleine ganze Chilis mehrmals einstechen.
- Schadhafte Früchte konsequent aussortieren. Nur beste Früchte sollen ins Glas
Chilis in Essig einlegen
- Chilis locker in das vorbereitete Glas füllen.
- Essig, Wasser, Salz, Zucker und trockene Gewürze aufkochen.
- Die heiße Lake über die Chilis gießen, bis sie vollständig bedeckt sind.
- Luftblasen mit einem sauberen Stäbchen lösen und das Glas verschließen.
- Abkühlen lassen
- Vor dem Probieren mindestens 24 Stunden durchziehen lassen.
- Nach dem Öffnen in den Kühlschrank geben
Schärfe und Geschmack variieren
| Ziel | Anpassung |
|---|---|
| milder | milde Sorte wählen und einen Teil des Innengewebes entfernen |
| süß-sauer | Zucker moderat erhöhen, Essig nicht reduzieren |
| würzig | Senfsaat, Koriandersaat oder Pfeffer verwenden |
| knoblauchig | kleine Menge verwenden |
Häufige Fragen
Kann ich Chilis in Öl einlegen?
Öl ersetzt keine Essigkonservierung. Ohne genug Säure entsteht im Öl eine sauerstoffarme Umgebung, in der sich gefährliche Bakterien wie Clostridium botulinum vermehren können – deshalb legen wir Chilis lieber in Essig ein.
Muss ich ganze Chilis einstechen?
Ja, kleine ganze Früchte stichst du mehrmals ein, damit die Lake eindringen kann. Ringe ziehen von selbst schneller durch.
Warum werden eingelegte Chilis weich?
Sehr reife Früchte, lange Hitze und eine lange Lagerdauer gehen auf Kosten des Bisses. Nimm feste, frisch geerntete Chilis, dann bleibt mehr Knackigkeit erhalten.
Ist eingelegte Pfefferoni dasselbe wie eingelegte Peperoni?
Ja, es handelt sich um denselben Vorgang mit denselben Chilis – "Pfefferoni" ist einfach der in Österreich gebräuchlichere Begriff dafür, während in Deutschland "Peperoni" dominiert.
Mehr Verarbeitungsideen findest du in Was mache ich mit meiner Chili-Ernte?. Eine fertige würzige Alternative ist unsere Gurkerlfee.
