Zutaten

200 g getrocknete Chilis (Ancho, Pasilla, Guajillo)

500 g gewürfelte Rindsschulter oder Wade (Gulaschfleisch)

1 große Zwiebel

3 Zehen Knoblauch

1 TL Cumin, gemahlen

2 TL mexikanischer Oregano

50 g dunkle Schokolade

250 ml Rindssuppe

etwas Mehl

Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Getrocknete Chilis aufschneiden und die Samen entfernen.
  2. Chilis trocken rösten, ca. 40 Sekunden von jeder Seite, bis sie leicht weich werden.
  3. In heißes Wasser einweichen und 30 Minuten ziehen lassen.
  4. Wasser abgießen (etwas davon aufbehalten) und die eingeweichten Chilis pürieren. Mit dem restlichen Wasser die Konsistenz einstellen, ähnlich wie Tomatenmark.
  5. Alles durch ein Sieb streichen, für eine feinere Konsistenz.
  6. Fleisch würfeln, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Mehl bestauben.
  7. Von allen Seiten goldbraun anbraten.
  8. Fleisch herausnehmen, Zwiebel in den Topf geben und anbraten.
  9. Knoblauch dazugeben und kurz mitrösten.
  10. Fleisch wieder dazugeben.
  11. Mit der Chilipaste aufgießen.
  12. Cumin und Oregano dazugeben.
  13. Mit Rindssuppe die gewünschte Konsistenz einstellen.
  14. Ca. 2 Stunden bei kleiner Hitze köcheln lassen.
  15. Nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  16. Ganz zum Schluss die dunkle Schokolade unterrühren.

EIN PAAR WEITERE TIPPS FÜR DICH

Das Original hinter dem bekannten Chili con Carne

Was die meisten als „Chili con Carne" kennen, ist die texanische Tex-Mex-Version mit Hackfleisch, Bohnen und Tomaten aus der Dose – ein Gericht, das sich erst außerhalb Mexikos entwickelt hat. Chili Colorado ist die ursprüngliche mexikanische Rezeptur dahinter: deutlich reduzierter in den Zutaten, dafür intensiver im Geschmack.

Getrocknete Chilis statt Chilipulver

Der entscheidende Unterschied liegt in der Chili-Komponente. Statt eines fertigen Chilipulvers kommen hier ganze getrocknete Schoten zum Einsatz – klassischerweise eine Kombination aus Ancho, Pasilla und Guajillo. Sie werden kurz trocken geröstet, in heißem Wasser eingeweicht und anschließend zu einer feinen Paste püriert und durch ein Sieb gestrichen. Genau diese frisch zubereitete Paste gibt dem Gericht sein tiefes, vielschichtiges Chili-Aroma: fruchtig-mild von Ancho und Pasilla, mit einer feinen Säure und Schärfe von Guajillo.

Langsam geschmortes Rindfleisch

Statt Hackfleisch verwendet Chili Colorado gewürfeltes Rindfleisch aus Schulter oder Wade – klassisches Schmorfleisch. Mit Mehl bestäubt und scharf angebraten, entwickelt es beim rund zweistündigen Köcheln in der Chilipaste eine zarte, fast zerfallende Konsistenz. Cumin und mexikanischer Oregano sorgen für die typischen erdig-würzigen Aromen, die man mit mexikanischer Küche verbindet.

Schokolade als geheime Zutat

Ganz zum Schluss kommt ein Stück dunkle Schokolade dazu – für Außenstehende ungewöhnlich, in der mexikanischen Küche aber ein bekanntes Prinzip, das auch aus der berühmten Mole-Sauce stammt. Die Schokolade macht das Gericht nicht süß, sondern rundet die Schärfe ab und verleiht der Sauce zusätzliche Tiefe und ein samtiges Mundgefühl.

Chili Colorado vs. Tex-Mex Chili con Carne

Kein Faschiertes, keine Bohnen, keine Tomaten aus der Dose: Chili Colorado zeigt, wie das Original vor seiner texanischen Weiterentwicklung tatsächlich geschmeckt hat. Wer bisher nur die bekanntere Version kennt, findet hier ein völlig anderes, ursprünglicheres Geschmackserlebnis – geprägt von der Röstung und dem langsamen Einweichen der Chilis statt von schnellem Chilipulver.